Lightroom CC oder Lightroom Classic CC?

Lightroom CC oder Lightroom Classic CC?

Adobe hat mit der Einführung der Creative Cloud eine Splittung der lokalen Version von Lightroom vorgenommen. So gab es neben Lightroom 6, das „Gegenstück“ als Mietmodell mit dem Namen „Lightroom CC“ (CC=Creative Cloud). Eigentlich war da schon abzusehen, dass Lightroom 6 immer mehr an Bedeutung für Adobe verlieren wird. Dennoch wurde bei jedem Update für Lightroom CC auch der Funktionsumfang von Lightroom 6 erweitert. Dies hatte im Oktober 2017 ein jähes Ende: Adobe hat bei der Adobe Max die „Katze aus dem Sack“ gelassen und die Einführung einer cloudbasierten Version von Lightroom bekanntgegeben – aber gleichzeitig auch die Info herausgebracht, dass mit dem Update 6.14 im Dezember 2017 gleichzeitig das Ende jeglichen Support für Lightroom 6 besiegelt wurde.

Never change a running system – aber nicht bei Adobe

Nach dieser Hiobsbotschaft ging es aber locker weiter: Denn Adobe hat sich auch entschieden, die Namensgebung kräftig durchzuwirbeln: So wurde der Projektname NIMBUS für die cloudbasierte Lightroom-Version in Lightroom CC getauft – gleichzeitig erhält das bis dahin bekannte Lightroom CC den intuitiven Namen Lightroom Classic CC. Um das ganze aber noch undurchsichtiger zu machen, hat Adobe neue Mietoptionen eingeführt:

So erhalten Sie weiterhin das Fotografen Abo mit Lightroom Classic CC (also dem bis dahin genannten Lightroom CC), Lightroom CC und Photoshop CC ink. 20 GB Cloudspeicher für ca. 12 Euro/Monat. Zum gleichen Preis erhalten Sie auch eine Version mit 1 TB Cloudspeicherplatz und (dem neuen) Lightroom CC – müssen aber auf Lightroom Classic CC und Photoshop verzichten.

Wollen Sie diesen Verzicht nicht eingehen, gibts auch das große Kombipaket – das aber auch doppelt so teuer ist.

Internet 24/7?

Sicherlich hat eine cloudbasierte Software viele Vorteile: So werden Dateien auf einem Cloudserver abgelegt und können von jedem internetfähigen Gerät abgerufen werden. Adobe zielt hier klar auf eine Nutzergruppe ab, die viel unterwegs und mobil ist. Der Import von Fotos erfolgt also nicht wie früher bzw. aktuell in Lightroom Classic CC lokal, sondern auf dem Cloudserver. Haben Sie allerdings eine eingeschränkte Internetverbindung (bzw. einen kostenpflichtigen Zugang in einem Hotel), können Sie aber auch in Lightroom CC die Daten lokal ablegen und bearbeiten. Sobald Sie über eine ausreichen Internetverbindung verfügen, können Sie Lightroom CC anweisen, die Daten auf den Cloudserver zu laden.

Aller Anfang ist schwer

Adobes Richtung ist klar erkennbar – sie geht hin zur cloudbasierten Lösung. Dennoch ist Lightroom Classic CC der cloudbasierten „Schwester“ in den meisten Funktionen überlegen. Seit der Veröffentlichung von (dem neuen) Lightroom CC sind daher schon einige Updates erschienen und es ist damit zu rechnen, dass sich die beiden Versionen immer mehr annähern werden. Laut Adobe wird Lightroom Classic CC aber ebenfalls weiterentwickelt und es ist nicht geplant, diese Programmvariante auslaufen zu lassen.

Erklärungsnot

Mit der Entscheidung, ein bestehendes Programm umzubenennen und den bekannten Namen für ein neues Produkt zu verwenden, hat Adobe für enorm viel Verwirrung gesorgt. Gerade als Autor und Trainer ist es schwierig, diesen Tatbestand zu erläutern. Das zeigen auch einige Anfragen von Leser meines Lightroom-Buches, die sich wunderten, dass die Screenshots meines Buches nicht mit deren Oberfläche übereinstimmt. Grund war hier, dass die Leser im November bzw. Dezember 2017 Lightroom CC abonnierten und meinten, mit meinem Buch die Anleitung dazu zu erwerben. Nach der Installation von Lightroom Classic CC war dann alles wieder im Lot 🙂

 

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